Maibaum 2006 in Hofkirchen


Zwei Bäume für einen Maibaum
Erster Baum brach beim Fällen

Am Vortag des 1. Mai trafen sich die Bachler um den diesjährigen Maibaum aus dem Wald von Josef Stadler, Bruckhof zu holen. Allerdings mußte der  Maibaum-Spender 2 Fichten opfern, bis der Baum endgültig abtransportiert werden konnte.

Von Osterham aus machten sich die Bachler auf den Weg zu den Waldungen des Bruckhofbauern, der großzügigerweise den Maibaum 2006 spendiert. Damit der Abtransport des Baumes möglichst einfach würde, suchten erfahrene Holzfachleute unter Anführung von Bachler WBC Vorstand Hans Lang einen Baum am Waldesrand. Nach einer kurzen Umschau war der ideale Baum gefunden.

Die Baumfäller planten die Fallrichtung und starteten die Motorsäge. Erst wurde der Fällkeil ausgeschnitten und dann erfolgte der Schnitt, ein Spaltkeil sollte den Baum in die richtige Richtung lenken. Die lange Fichte legte sich in die vorbestimmte Schneise und die Waldarbeiter begannen sogleich mit dem entfernen der Äste. Als die Handwerker bereits einen Großteil der Äste entfernt hatten, stellte sich heraus, dass der Baum nach 20 m gebrochen war. Somit stand für die aktiven Maibaumholer fest, dass erneut ein Baum gefällt werden mußte. Wieder begann die Suche nach einem geeigneten Maibaum. Nahezu 30 Min nahmen sich die Forstarbeiter Zeit, ein neues Objekt ausfindig zu machen. Der "Neue" war allerdings nicht am Waldesrand, aber ein gut gewachsener 28m-Stamm. Wieder wurde die Motorsäge angesetzt, und diesmal fiel der Baum unbeschadet in die Lichtung. Gleich an Ort und stelle schälten die Aktiven die Rinde ab und machten den neuen Maibaum transportfähig. Ein Schlepper nahm das vordere Ende auf und zog den Stamm aus der Waldung.

 

Vor dem Aufstellen wurde die Krone mit weiß/blauen Bändern geschmückt und auch die Kränze wurden mit Schleifen versehen und angebracht. Zum Aufstellen schlug der Zimmerer die entsprechenden Stifte ein. Nach bayrischen Brauchtum lagerten die Bachler den Baum auf Holzstützen. Damit der neue Stamm nicht gestohlen wird teile Vorstand Hans Lang die einzelnen Wachen für die Nacht ein. Wenn der Baum am Morgen des 1. Mai noch da ist, dann wird er in der Dorfmitte von Hofkirchen aufgestellt. Weithin sichtbar über die Dächer und Häuser des Tales wird er das Ortsbild prägen.

Der Bachler WBC stellte in den Vormittagsstunden des 1. Mai den neuen Maibaum auf. Gestiftet wurde der Stamm von Josef Stadler aus Bruckhof. Der Maibaum selber wurde am unteren Ende durchbohrt und durch eine 30 mm Metallstange am neuen Maibaum-Sockel fixiert. Über diese Halterung konnte der Baum auf herkömmliche Weise aufgestellt werden. Zahlreiche Helfer fanden sich zum Aufstellen unter dem Kommando von Anton Strobl und Peter Zuckmantel ein. Unter kräftigen „hohruck“ wurde der Maibaum in die Metall-Halterung gestemmt. Die U-Schienen halten dann übers Jahr den neuen Holzstamm. Peter Zuckmantel hatte die Maibaumschilder und das Wappen der Gemeinde Laberweinting gemalt, die dann von Markus Überreiter am unteren Teil des Baumes befestigt. Um den Stamm herum wurden Pflanzungen von Eduard Bausback angelegt, die auf Dauer dort verbleiben können. Vorstand Hans Lang und der Bachler WBC freuten sich anschließend über den zahlreichen Besuch beim Mittagstisch und der anschließenden Maifeier.

 

Paul Winderl 05/2006